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Anpassen des Decktops

Von essenzieller Wichtigkeit sind die Neuerungen im Bereich Decktop zwar nicht, aber dafür um so praktischer, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat. So helfen vor allem die personalisierten Menüs, die Übersicht im StartMenü zu behalten. Dabei werden Einträge ausgeblendet, die man länger nicht angeklickt hat. Man kennt dieses Feature von Office 2000, und es hat sich als sehr praktisch erwiesen. Wer lieber alle Einträge in den Menüs ohne zusätzlichem Klick sieht, muss den Punkt Use Personalized Menus in den Taskleiste und Startmenü-Eigenschaften abwählen. Darüber hinaus beherrscht das Startmenü nun Drag and Drop, man darf also die Reihenfolge der Einträge selbst bestimmen und diese auch auf den Decktop oder den Papierkorb ziehen.

Ansonsten findet man all die Merkmale, die von Windows 98 her bekannt sind: Als Feature mit zweifelhaftem Nutzen hat sich der seit IE-4-Zeiten bekannte Active Decktop erwiesen, der auf dem Bildschirmhintergrund Webseiten darstellen kann. Ebenso ist nach wie vor die Möglichkeit vorhanden, Dateien und Ordner im Explorer mit einem einfachen Klick zu öffnen. Aber auch dieses Feature haben die Benutzer nicht akzeptiert, und es ist deshalb in Windows 2000 standardmäßig ausgeschaltet. 

Vielleicht sollte man dem Single-Klick noch einmal eine Chance geben, denn immerhin funktioniert er jetzt auch in den FileOpen- und -Close-Dialogen jener Anwendungen, die das Windows-eigene Control dafür verwenden. Diese Dialoge sind der Bereich, wo der Durchschnitts Anwender am häufigsten mit dem Filesystem in Berührung kommt und wo unter NT 4.0 der Single-Klick nicht möglich ist.

Nachteil: Office 2000 bringt offensichtlich eigene Controls für diese Dialoge mit, um auch unter Windows 95 und NT 4.0 die Outlook-ähnliche, praktische Spalte auf der linken Seite bieten zu können. Die Folge ist, dass dort auch unter Windows 2000 weiterhin doppelt geklickt werden muss.

Praktisch ist, dass sich der Task-Leiste sogenannte Tool-Bars hinzufügen lassen. So ist es möglich, die Adresszeile des Internet Explorers dorthin zu legen, ohne wie bei NT 4.0 erst den IE 4 vor dem IE 5 installieren zu müssen. Wer will, kann diese Leisten freischwebend mit der Eigenschaft immer im Vordergrund benutzen, um sie jederzeit im Zugriff zu haben.

Windows 2000 nimmt sich auch der Anwender an, die besondere Ansprüche an ein Betriebssystem haben. So wird an NT 4.0 immer wieder kritisiert, dass Behinderte bereits am Login scheitern, falls sie nicht über die für das obligatorische [Strg + Alt + Entf] nötige Fingerfertigkeit verfügen. Windows 2000 bietet einige Features, die Behinderten die Bedienung erleichtern. So stellt der Magnifier die Umgebung des Mauszeigers vergrößert dar, und der Narrator liest dem Anwender den Inhalt des jeweiligen Fensters vor. Mit Sticky-Keys hält Windows 2000 eine der Tasten [Strg], [Alt] oder [Shift] für den Anwender gedrückt, damit der dann eine andere drücken kann. Dieses Feature lässt sich ausprobieren, indem man beispielsweise beim Login fünfmal die Shift-Taste drückt.

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