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Windows NT Tips & TricksTeil 5

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Hier gibt es Informationen und Hilfestellung, sowie Tips und Tricks im Umgang mit Windows NT Server und Workstation. Die meisten Veränderungen die hier beschrieben werden, sollten jedoch nur von erfahrenen Systemadministratoren durchgeführt werden. Auf jeden Fall sollte man die Registry sichern, bevor irgendwelche Veränderungen daran  durchgeführt werden.
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Übersicht in Stichpunkten:
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Verhalten nach einem Systemabsturz
Versionsnummer und Pfadangaben
SCSI-Probleme bei mehreren LUNs
ISA-Karten in PCI-Systemen
IDE Festplatten identifizieren
Puffer für Maus und Keyboard vergrößern
Auswertung der autoexec.bat verhindern
RAS: Verbindung bei Logoff nicht trennen
RAS: Automatisches Auflegen abschalten
RAS: Kleine Pakete bei schlechten Leitungen
RAS: Ausführliches Protokoll
Wo steht die Datei HOSTS ?

 

 

Inhalt.gif (1178 Byte) Verhalten nach einem Systemabsturz Zurück.gif (882 Byte)
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Windows NT Workstation und NT Server sind standardmäßig mit unterschiedlichen Optionen für das Verhalten nach einem Systemabsturz eingestellt. Änderungen nehmen Sie in der Registry über den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\CrashControl vor, der die im folgenden beschriebenen Parameter umfaßt.

Im Gegensatz zu Windows NT Server zeichnet Windows NT Workstation nach einem Systemabsturz keine Debugging-lnformationen auf. Tragen Sie im oben genannten Zweig im Parameter CrashDumpEnahled den Wert 1 ein, so schreibt auch Windows NT Workstation ein Logfile, bei der Server-Version ist dieser Wert bereits voreingestellt. In welche Datei die Debugging-Daten geschrieben werden, geben Sie im Parameter DumpFile an, als Vorgabe finden Sie hier den Eintrag %Systemroot%\MEMORY.LOG.

Ob nach einem Absturz automatisch ein Neustart durchgeführt wird, stellen Sie über AutoReboot ein. Der Wert 1 führt nach einem Absturz einen Neustart durch und ist bei Windows NT Server voreingestellt - sinnvoll, um ein automatisches Wiederaufsetzen sicherzustellen.

Um Ereignisse zu protokollieren, tragen Sie unter LogEvent den Wert 1 ein, der bei Windows NT Server bereits voreingestellt ist. Ein vorhandenes Logfile wird überschrieben, wenn Overwrite den Wert 1 besitzt. Wurde Overwrite deaktiviert, LogEvent jedoch eingeschaltet und kann keine neue Datei geschrieben werden, so gibt NT eine Fehlermeldung aus und speichert keine weiteren Ereignisse. Möchten Sie dies verhindern, tragen Sie unter HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Lsa den Wert CrashOnAuditFail mit dem Inhalt 1 ein. Tritt dann beim Speichern eines Logfiles ein Fehler auf, bleibt der Rechner stehen und führt auch keinen Neustart durch.

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Inhalt.gif (1178 Byte) Versionsnummer und Pfadangaben Zurück.gif (882 Byte)
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Die aktuelle Versionsnummer und vor allem den "Build" der installierten Windows-NT-Software erfahren Sie im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\ SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion. Die Einträge CurrentBuild, CurrentType sowie CurrentVersion geben dabei detaillierte Informationen über die NT-Version. Wann das System installiert wurde, erfahren Sie unter InstallDate. Die Pfadangabe unter PathName gibt an, wo die Systemdateien von Windows NT gespeichert werden. SystemRoot definieren Sie bereits während der Installation - dies ist das Verzeichnis, in das NT gespeichert wird. Besonders nützlich: SourcePath definiert den Zugriffspfad auf die Setup-Dateien. Wenn Sie Windows NT beispielsweise von einer CD-ROM installiert haben, bei zukünftigen Konfigurationsänderungen die Dateien jedoch vom Netzwerk beziehen möchten, können Sie hier den Setup-Pfad entsprechend anpassen.

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Inhalt.gif (1178 Byte) SCSI-Probleme bei mehreren LUNs Zurück.gif (882 Byte)
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Einige exotische SCSI-Geräte verkraften es nicht, wenn der Controller unter einer ID nach mehreren LUNs (Logical Unit Numbers) sucht. Probleme äußern sich dann beispielswveise in einem Absturz des Geräts oder einer mehrfachen Anzeige des gleichen Geräts. Stellen Sie derartige Effekte unter Windows NT fest, können Sie im Registrierungseditor auf den Parameter MaximumLogicalUnit (Typ DWord) im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Name\Parameters zurückgreifen, wobei Name für den Namen des SCSI-Controllers steht. Standardmäßig steht MaximumLogicalUnit auf 8, so daß alle LUNs eines jeden SCSI-Geräts abgesucht werden. In aller Regel können Sie diesen Wert auf 1 reduzieren, da die meisten SCSI-Geräte ohnehin nur eine LUN unterstützen.

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Inhalt.gif (1178 Byte) ISA-Karten in PCI-Systemen Zurück.gif (882 Byte)
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In sehr seltenen Fallen kann eine ISA-Karte in einem PCI-System unter Windows NT nicht korrekt angesprochen werden - meist handelt es sich dabei um Netzwerkkarten. Tritt dieses Problem auf, sollten Sie den entsprechenden Registry-Eintrag im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\AdapterName\Parameters ausfindig machen, wobei AdapterName meist eine Kurzbezeichnung des Kartentyps ist. In dem betreffenden Schlüssel sollten Sie einen Parameter BusNumber (Typ DWord) vorfinden, der in numerischer Form den Bus bezeichnet, in dem die Karte eingesteckt ist. Welcher Bus welche Nummer trägt, hängt von der Konfiguration ab; im oben beschriebenen Fehlerfall genügt es fast immer, als BusNumber der Netzwerkkarte 0 einzutragen.

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Inhalt.gif (1178 Byte) IDE Festplatten identifizieren Zurück.gif (882 Byte)
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Sofern Sie ein Windows NT-System mit IDE-Festplatte benutzen, können Sie in der Registry unter dem folgenden Schlüssel detaillierte Informationen über die angeschlossenen Laufwerke abfragen: HKEY_LOCAL_MACHINE\ Hardware\Devicemap\AtDisk\Controller\ Disk. Dabei steht Controller für den entsprechenden Controller, Disk für die betreffende Festplatte. Für jeden erkannten IDE-Controller erfolgt ein neuer Eintrag, der mit weiteren Schlüsseln zu den erkannten Festplatten ergänzt wird. Die Numerierung beginnt mit 0 und wird fortlaufend hochgezählt. Ändern sollten Sie die Daten jedoch nicht, da diese automatisch bei Systemstart neu eingetragen werden.

Im einzelnen finden Sie hier die folgenden Einträge:

Firmware revision:
Die Versionsnummer der auf der Festplatte eingesetzten Firmware.

Identifier:
Der Eintrag wird vom Hersteller definiert und dient zur Identifizierung der Festplatte (zum Beispiel Typ oder Baureihe).

Weitgehend selbsterklärend sind die weiteren Einträge wie Number of cylinders, Number of heads und Sectors per track.

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Inhalt.gif (1178 Byte) Puffer für Maus und Keyboard vergrößern Zurück.gif (882 Byte)
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Zum Speichern von Maus-Events steht unter NT ein Speicherbereich zur Verfügung, den Sie mit Hilfe des Registrierungseditors über den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Busmouse\Parameters\MouseDataQueueSize vergrößern können. Nötig wird dies, wenn im System-Log die Meldung "The ring buffer that stores incoming mouse data has overflowed" erscheint. Die Voreinstellung von 100 erlaubt ein Zwischenspeichern von 100 Maus-Events, je nach Hardware und Auslastung des Prozessors kann ein größerer Wert erforderlich sein.

Erhalten Sie eine ähnliche Fehlermeldung auch für Tastatur-Events, so erhöhen Sie den unter dem Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Busmouse\Paranieters im Parameter KeyboardDataQueueSize eingetragener Wert von 100. Dieser beschreibt die Anzahl von Bytes, die der Tastaturtreiber intern zur Zwischenspeicherung von Tastatur-Events verwendet.

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Inhalt.gif (1178 Byte) Auswertung der autoexec.bat verhindern Zurück.gif (882 Byte)
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Auch wenn Windows NT 4.0 nicht mehr auf die Startdatei autoexec.bat angewiesen ist, so werden von hier dennoch einige Angaben übernommen, wie beispielsweise SET- und PATH-Einstellungen. Um die  Auswertung der autoexec.bat zu umgehen, suchen Sie zunächst im Registry-Editor nach dem Eintrag HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersion\Winlogon. Tragen Sie einen Schlüssel mit dem Datenformat REG_SZ und der Bezeichnung ParseAutoexec ein und setzen diesen auf den Wert 0, wird die autoexec.bat ignoriert.

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Inhalt.gif (1178 Byte) RAS: Verbindung bei Logoff nicht trennen Zurück.gif (882 Byte)
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Standardmäßig wird eine bestehende RAS-Verbindung bei einem Logoff des Benutzers getrennt - gerade bei einem Server ein nicht immer erwünschtes Verhalten. Um die Verbindung auch über das Abmelden hinaus aufrechtzuerhalten, tragen Sie im Registrierungseditor unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon den Schlüssel KeepRasConnections neu ein; dieser ist standardmäßig nicht vorhanden. Als Wert geben Sie 1 an, um eine bestehende Verbindung beizubehalten, andernfalls eine 0.

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Inhalt.gif (1178 Byte) RAS: Automatisches Auflegen abschalten Zurück.gif (882 Byte)
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Nach 20 Minuten Inaktivität beendet Windows NT eine RAS-Verbindung automatisch. Wenn Sie dieses Verhalten ändern wollen, öffnen Sie in der Registry den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\RemoteAccess\Parameters. Der dort eingetragene Wert AutoDisconnect (Typ DWord) gibt an, nach welcher Zeitspanne der Inaktivität die Verbindung automatisch getrennt wird. Zulässig sind Werte von 0 bis 1000 Minuten, voreingestellt sind 20 Minuten. Wenn Sie diesen Wert auf 0 setzen, wird die Verbindung niemals automatisch getrennt - sinnvoll bei Standleitungen oder Verbindungen, über die NETBios-Datagramm-Dienste abgewickelt werden, die nicht als normale Netzwerkaktivität erfaßt werden.

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Inhalt.gif (1178 Byte) RAS: Kleine Pakete bei schlechten Leitungen Zurück.gif (882 Byte)
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Die Paketgröße bei RAS-Verbindungen liegt standardmäßig beim zulässigen Maximum von 1514 Byte. Bei sehr schlechten Telefonleitungen kann es sinnvoll sein, die Paketgröße bis auf 576 Byte zu reduzieren. Die entsprechende Änderung nehmen Sie in der Registry unter HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\AsyncMacn\Parameters vor. Dort muß der Wert des Eintrags MaxFrameSize (TypDWord) entsprechend angepaßt und die Maschine danach neu gestartet werden. Naturgemäß sinkt bei kleineren Frames auch der Datendurchsatz, so daß Sie diese Änderung nur bei wirklich schlechten Verbindungen vornehmen sollten.

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Inhalt.gif (1178 Byte) RAS: Ausführliches Protokoll Zurück.gif (882 Byte)
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1 Der Remote Access Service protokolliert wichtige Ereignisse standardmäßig im NT-Ereignisprotokoll - allerdings auf relativ hoher Ebene. Wenn Sie Fehler beim RAS-Verbindungsaufbau (konkret: bei der Kommunikation mit dem Modem) diagnostizieren müssen, reichen diese Informationen zumeist nicht aus. Ein detaillierteres Logging können Sie in der Registry über den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\RasMan\Parameters einstellen. Ändern Sie dort den Parameter Logging auf 1 (Standardwert: 0), so protokolliert RAS die Kommunikation in der Datei \System32\Ras\Device.log. Diese Datei wächst übrigens auf maximal 100 KByte, so daß Sie das Logging getrost dauerhaft aktiv lassen können. 1
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Inhalt.gif (1178 Byte) Wo steht die Datei HOSTS ? Zurück.gif (882 Byte)
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1 Die Datei HOSTS ist eine der wichtigsten Dateien für die TCP/IP-Konfiguration. In ihr kann eine Liste mit Zuordnungen von IP-Adressen und Host-Namen wie z.B. www.rhardware.de konfiguriert werden. Wenn ein Zugriff über eine Anwendung erfolgt, die solche Hast-Namen verwendet, wird die Datei HOSTS durchsucht. Neben dieser Datei gibt es zudem noch eine ganze Reihe weiterer wichtiger Konfigurationsdateien für die IP-Konfiguration. Beispiele dafür sind die Services mit den freigegebenen Diensten und Protocols mit den Definitionen für Protokollnummern. Alle diese Datei finden sich im Unterverzeichnis %systemroot\system32\drivers\etc - Gut versteckt also, wie so manche wichtige Datei bei Windows NT. Dieser Speicherort kann aber auch angepaßt werden. Er ist im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\ der Registry über den Wert DataBasePath konfiguriert. Der Wert vom Dateityp REG_EXPAND_SZ bedeutet, daß Umgebungsvariablen wie beispielsweise %systemroot% verwendet werden können. 1
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Letzte Aktualisierung: Dienstag, 04. Januar 2000.

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