Für die Replikation von Informationen im Active Directory
verwendet Windows 2000 sogenannte Bridgehead-Server, welche die
Verbindung zwischen Standorten herstellen. Das Ziel ist es, daß
zwischen zwei Standorten - zumindest für die Informationen aus
einer Domäne - nur zwei Server (einer auf jeder Seite)
miteinander kommunizieren. Dadurch wird die Zahl der
Verbindungen zwischen den Standorten und damit auch die
Belastung des Netzwerks reduziert.
Diese Bridgehead-Server lassen sich manuell konfigurieren,
indem in Active Directory-Standorte und -Dienste bei den
Eigenschaften der Server unterhalb des Standort-Containers ein
Eintrag für ein Transportprotokoll aus dem Listenfeld
Transporte für die standortübergreifende Datenübermittlung in
Server für folgende Transporte verschoben wird. Der auf diese
Art und Weise konfigurierte Server wird damit für Windows 2000
zu einem bevorzugten Bridgehead-Server.
Falls an einem Standort nur ein solcher Bridgehead-Server
konfiguriert ist, wird er auch für die standortübergreifende
Kommunikation ausgewählt. Sind an einem Standort dagegen mehr
als ein bevorzugter Bridgehead-Server festgelegt, so wählt der
für die Erstellung der Replikationstopologie verantwortliche
KCC (Knowiedge Consistency Checker) einen dieser Server aus. Der
KCC sorgt automatisch für die Replikation verschiedener Dienste
zwischen durch WAN-Verbindungen getrennten Domänen und/oder
Standorten.
Das Problem der manuellen Definition von Bridgehead-Servern
liegt in der Verfügbarkeit der händisch konfigurierten
Systeme. Wurde nur ein Server ausgewählt, kann bei einem
Ausfall keine standortübergreifende Kommunikation mehr
erfolgen. Sind dagegen mehrere Bridgehead-Server vorhanden,
wechselt der KCC im Fehlerfall einfach automaisch zum nächsten
dieser Server. Deshalb ist es normalerweise sinnvoller, diese
Auswahl dem KCC zu überlassen.
Eine Ausnahme von dieser Regel ist beispielsweise, wenn die
Kommunikation mit einem anderen Standort über eine Firewall
gesichert ist. In diesem Fall kann es erforderlich werden, einen
Bridgehead-Server manuell festzulegen, um ihn bei der
Konfiguration der Filterregeln für die Firewall korrekt
berücksichtigen zu können. Das bedeutet dann aber, daß man im
Fehlerfall eine manuelle Umkonfiguration vornehmen, um die
Kommunikation zwischen den Standorten wieder herzustellen.
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