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Standortübergreifende Änderungsmittellungen nutzen?

Durch Anpassungen der Konfiguration von Standortverknüpfungen ist es möglich, mit standortübergreifenden Änderungsmittellungen zu arbeiten.

Auf diesem Weg läßt sich erreichen, daß die Änderungen zwischen Standorten bereits kurz nach ihrer Durchführung und nicht erst nach den standardmäßig definierten drei Stunden repliziert werden. Diese Konfiguration ist allerdings relativ komplex und sollte nur im Ausnahmefall und nur von erfahrenen Anwendern genutzt werden.

Dabei ist das Attribut Options derjenigen Standortverknüpfung anzupassen, für die eine solche Änderungsmitteilung aktiviert werden soll. Diese findet sich im Configuration Container unter Sites - Inter-Site Transports - IP oder, um die LDAP-Notation zu verwenden, unter CN=IPCN=Inter-Site Transports,CN=Sites, CN=Configuration,DC=Domänenname,DC=Domänensuffix. Dort muß die Aktivierung der Änderungsmitteilungen durch Anpassung des Werts für dieses Attribut erfolgen.

Falls der Wert noch nicht gesetzt ist, das Eingabefeld Value(s) also auf <not set> steht, wird dort 1 eingegeben. Ist dagegen bereits ein Wert festgelegt, dann ist die Beherrschung binärer Werte gefragt. Es muß eine bitweise OR-Operation auf die binären Werte des bereits konfigurierten und des neuen Werts durchgeführt werden. Wenn also beispielsweise ein Wert von 1 gesetzt ist und der Wert 2 nun noch zusätzlich gesetzt werden soll, so bedeutet das, diese Operation auf 0001 und 0010 durchzuführen. Das Ergebnis ist 0011 und entspricht damit dem Wert 3 in der dezimalen Notation.

Diese Anpassung macht allerdings in den wenigsten Fällen Sinn. Durch sie erfolgt ein Übergang von der zeitgesteuerten zur ereignisgesteuerten Replikation, deren Lastverhalten im WAN sich nicht genau vorhersagen lässt. Im Regelfall sollte es eigentlich ausreichen, mit einer zeitgesteuerten Replikation zu arbeiten, die unvorhergesehene Replikationsspitzen verhindert. Die dabei verwendeten Intervalle können gegebenenfalls von standardmäßig 180 Minuten heruntergesetzt werden.

Sobald mit Änderungsmitteilungen gearbeitet wird, sendet Windows 2000 in der Standardkonfiguration immer fünf Minuten nach der Durchführung einer Änderung im Active Directory eine Änderungsmitteilung an den Domänencontroller am jeweils anderen Standort. Dieser fordert dann von sich aus eine Replikation an. Das kann dazu führen, dass alle paar Minuten eine Replikation über die WAN-Verbindung hinweg erfolgt, wenn relativ viele Änderungen im Active Directory stattfinden.

 

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